Ski Alpin
Abfahrt der Herren
18.01.2020
Wengen, Schweiz
Highlights
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Bis morgen
Für heute soll es das aus Wengen gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Morgen findet das Lauberhorn-Wochenende mit dem Slalom seinen Abschluss. Dieser soll um 10:15 Uhr beginnen. Dann sind wir natürlich wieder rechtzeitig zur Stelle. Bis dahin - einen schönen Samstag noch!
 
Swiss-Ski
Für die Gastgeber schien in Wengen heute die Sonne. Neben dem Sieg von Beat Feuz brachten die Eidgenossen auch noch Mauro Caviezel (5.), Niels Hintermann (8.) und Ralph Weber (10.) in die Top 10. Weitere nennenswerte Platzierungen errangen Carlo Janka (15.), Lars Rösti (26.) und Gilles Roulin (28.).
 
ÖSV
Die österreichischen Hoffnungen erfüllten sich nicht, das Stockerl wurde verpasst. Matthias Mayer, gestern noch Sieger der Kombination, schrammte als Vierter um sieben Hundertstel daran vorbei. Titelverteidiger Vincent Kriechmayr musste heute mit Rang 8 leben. Für Daniel Danklmaier gab es einen ordentlichen 12. Platz. Darüber hinaus fasste nur noch Otmar Striedinger (15.) einen Schwung Zähler ab.
 
DSV
Aus deutscher Sicht wusste überdies Manuel Schmid zu gefallen. Der 26-Jährige fuhr als 13. sein bestes Karriereresultat im Weltcup ein. Unter die Top 30 schafften es ferner Romed Baumann (24.) und Andreas Sander (30.).
 
Fazit
Beat Feuz gewinnt bei den 90. Internationalen Lauberhornrennen in Wengen die Spezialabfahrt, triumphiert nach 2012 und 2018 zum dritten Mal. Der Eidgenosse lag am Ende mit knapp drei Zehnteln vorn, distanzierte Dominik Paris, verhinderte dessen dritten Abfahrtssieg in Folge und knöpfte dem Italiener zudem die Führung im Disziplinweltcup ab. Einen großartigen 3. Platz mit kümmerlichen zwei Hundertsteln hinter Paris errang auf verkürzter Strecke Thomas Dreßen, der damit sein insgesamt siebtes Weltcup-Podium verbuchte.
 
Steudle
Da neben Olle Sundin auch Cristian Javier Simari Birkner auf einen Start verzichtet, ist Roy-Alexander Steudle der letzte Fahrer im Wettbewerb. Der Brite agiert vorsichtig, rutscht einige Schwünge an, fährt Passagen aufrecht. So bekommt er fast siebeneinhalb Sekunden aufgebrummt und landet ganz am Ende des Klassements.
 
Babinsky
Seit geraumer Zeit zittert Andreas Sander als 30. um den einen Weltcuppunkt. Bei nun wieder auf zwei Minuten verlängertem Startintervall dürfen die restlichen der insgesamt 60 Athleten zu Tal brausen. Wir beobachten Stefan Babinsky. Auf seiner ersten Weltcupabfahrt überhaupt geht der 23-Jährige mutig zu Werke. Konkurrenzfähig aber ist er noch nicht. Mehr als drei Sekunden Rückstand sind es im Ziel. Immerhin ist Babinsky damit nicht Letzter.
 
Rogentin
Als letzter Schweizer ist Stefan Rogentin unterwegs. Angefeuert von den Landsleuten, liegt der 25-Jährige oben eine Viertelsekunde vorn. Das weckt Hoffnungen - die Rogentin nicht erfüllen kann. In der Summe sind gut zwei Sekunden Defizit sicherlich nicht so übel, für die Top 30 aber reicht das nicht.
 
Rösti
Beinahe eine Punktlandung legt Lars Rösti hin. Der Eidgenosse sortiert sich als 26. ein. Prognose: Das sollte letztlich reichen für Zähler.
 
Cazzaniga
Und immer noch gibt es Bewegung im relevanten Bereich des Klassements. Aktuell befindet sich Davide Cazzaniga auf einem guten Weg. Unter zwei Sekunden Rückstand sollten letztlich nach menschlichem Ermessen für Weltcuppunkte reichen. Das schafft der Italiener, ist für den Moment 23.
 
Alexander
Noch eine Spur schneller als Goldberg ist ein anderer Nordamerikaner. Cameron Alexander braust auf Rang 19.
 
Goldberg
Die Top 20 sind in jedem Fall noch drin, das gibt die Piste noch her. dort schnuppert nun Jared Goldberg hin, reiht sich letztlich als 21. ein. Das Startintervall ist inzwischen übrigens 75 Sekunden kurz.
 
Kröll
Für Johannes Kröll läuft es bei Weitem nicht so gut. Für den ÖSV-Fahrer beginnt auf Position 27 nun eine Zitterpartie.
 
Schmid
Vor allem bekommt es Manuel Schmid im Anschluss erheblich besser hin. Der DSV-Athlet zeigt eine beeindruckende Fahrt, verliert nur etwas mehr als eine Sekunde und kommt als 13. an. Alle Achtung!
 
Kosi
Jetzt stecken wir also im zähen Ringen um ein paar Weltcuppunkte. Klemen Kosi schafft sich als 29. dafür nicht die ganz ideale Ausgangsposition.
 
Schuller
Anschließend fährt Victor Schuller auf Platz 27 und kickt Christian Walder aus den Top 30, die auch Josef Ferstl und Dominik Schwaiger bereits verlassen haben.
 
Roulin
Dann macht sich gleich noch ein Schweizer auf den Weg. Nach der gestrigen Kombi-Abfahrt rechnet sich der 25-jährige Gilles Roulin etwas aus, bekommt es aber nicht umgesetzt. Mehr als zwei Sekunden Rückstand sorgen für Ernüchterung.
 
Weber
Ralph Weber legt los wie die Feuerwehr. Klare Bestzeit oben - und der Eidgenosse nutzt den Schwung aus. Die Zuschauer freut es, als Weber mit nur sieben Zehnteln unten ankommt und über Position 10 jubelt.
 
Baumann
Ein wenig zügiger bekommt es Romed Baumann in. Mit all seiner Erfahrung bewältigt der 34-Jährige diese Piste, beschränkt das Defizit aus unter zwei Sekunden und sortiert sich auf Platz 19 ein.
 
Cater
Auf ganz ähnlichem Kurs ist Martin Cater unterwegs. Der Slowene reiht sich im Klassement kurz hinter Sander als 24. ein.
 
Sander
Nun versucht sich Andreas Sander an der Lauberhornabfahrt. Die ganz großen Schwierigkeiten bleiben dem Deutschen erspart. Das ist eine solide Fahrt. Im Ziel werden gut zwei Sekunden Rückstand vermessen - Platz 22.
 
Casse
Mattia Casse geht mit seinem anfänglichen Vorsprung besser um. Natürlich bleibt es nicht dabei, doch der Verlust hält sich vergleichsweise in Grenzen. Für die Top 10 reicht es nicht. Anderthalb Sekunden Rückstand - Rang 13! Casse ist nicht ganz zufrieden, seine Fehler sind ihm bewusst.
 
Schwaiger
Ganz oben lässt Dominik Schwaiger aufhorchen, ist dort eine Viertelsekunde vorn. Das relativiert sich - wie bei so vielen zuvor. Zack, sind anderthalb Sekunden weg. Im Anschluss wirft es den Deutschen noch richtig weit zurück. Rang 27 - das wird wahrscheinlich nichts mit Weltcuppunkten.
 
Raffort
Eine unruhige Fahrt kostet Nicolas Raffort reichlich Zeit. Beim Franzosen wird deutlich, dass die Piste durchaus nachlässt, es nun einige Schläge gibt. Zudem zaubert Raffort zweimal auf dem Innenski. Das ist riskant. Im Ziel wird es Platz 22.
 
Buzzi
Mit Beat Feuz als Sieger und Thomas Dreßen als Dritter dürfen wir uns anfreunden. Emanuele Buzzi wird daran nichts ändern, der ist da an der Minschkante wie ein Skispringer mit angestellten Brettern unterwegs. Mit allergrößter Mühe vermeidet der Italiener einen bösen Sturz. Die Tore aber fährt er alle korrekt und schafft es sogar ins Ziel.
 
Fill
Peter Fill stand in Wengen 2007 auf dem Abfahrtspodium. Lang ist das her. Dazu ist der 37-Jährige längst nicht mehr imstande, denkt eher ans Karriere-Ende. Im Ziel kommt der Italiener als 22. an.
 
Walder
Christian Walder hat immer wieder Mühe, die Ski sauber zu setzen. So entwickelt sich eine sehr unruhige Fahrt. Bleibt zu hoffen, dass der Kärntner hier heil runter kommt. Das gelingt ihm. Zweieinhalb Sekunden Defizit stellen ihn natürlich nicht zufrieden.
 
Danklmaier
Für diesen Bereich wäre sicherlich auch Daniel Danklmaier gut. Der Steirer bewegt sich exakt auf diesem Kurs, bemüht sich sehr um seine Linie. Das zahlt sich aus. Der 26-Jährige kommt als Neunter unten an.
 
Hintermann
Vor drei Jahren gewann Niels Hintermann hier sensationell die Kombination. Und die schweizerischen Fans hoffen nun auf ein ähnliches Husarenstück. In der Tat braust der Eidgenosse die Piste äußerst zügig nach unten. Insgesamt ist das eine sehr anständige Leistung. Hintermann fährt auf Rang 8 und freut sich diebisch.
 
Marsaglia
Also sind wir jetzt an dem Punkt angekommen, wo eine Fahrt in die Top 10 Aufsehen erregen würde. Das gelingt Matteo Marsaglia nicht. Der Italiener geht es zu zaghaft an, stellt sie Ski immer wieder quer, richtet sich auf. So fängt sich Marsaglia mehr als zwei Sekunden Rückstand ein.
 
Allegre
Einzig verstärkte Sonneneinstrahlung an bislang schattigen Stellen könnten hier vielleicht noch Einfluss haben und die Athleten eventuell noch weit nach vorn bringen. Auf die erste Zeitnahme jedoch dürfen wir nicht zu stark achten. Nils Allegre ist dort vorn, das relativiert sich in der Folge. Insgesamt allerdings ist das ein ordentlicher Lauf. Mit Platz 11 zeigt sich Allegre durchaus zufrieden.
 
Cochran-Siegle
So sind die absoluten Topleute jetzt durch. Und obwohl auch Ryan Cochran-Siegle oben eine Bestzeit setzt, entwickelt sich der US-Amerikaner in der Folge nicht zu einem Podiumsanwärter. Thomas Dreßen darf aufatmen, denn Cochran-Siegle büßt mehr als eine Sekunde ein, wird Zehnter.
 
Jansrud
Dann macht sich der Weltmeister auf den Weg. Und Kjetil Jansrud ist oben vorn. Das allein ist nicht vollends richtungsweisend, so viel wissen wir. Und in der Tat büßt der Norweger ein, die Form stimmt aktuell nicht. Und das muss Jansrud auch heute eingestehen und mit Position 9 leben.
 
Ferstl
Auch Josef Ferstl verpatzt sein Rennen frühzeitig, baut einen großen Fehler ein, der ihn aussichtslos zurückwirft. So kommt der Deutsche lediglich als Sechzehnter unten an.
 
Clarey
Mit 39 Jahren überwindet sich nun Johan Clarey, stürzt sich in die Lauberhornabfahrt. Ein Fehler im Kernen-S macht alles zunichte, dort fährt der Franzose beinahe ins Netz, steht dort fast. Fortan fährt Clarey nur noch ins Ziel, der Rückstand ist beinahe fünf Sekunden groß.
 
Janka
Natürlich hat Carlo Janka nicht diese absolute Form vergangener Tage. Der 33-Jährige stand in Wengen bereits mehrfach auf dem Podium, siegte 2010. Schnell bestätigt sich, dass der Eidgenosse für solch einen Husarenritt heute nicht in Frage kommt. Das ernüchterte Publikum wird sofort ruhiger. Zum Ende holt Janka sogar noch etwas auf, muss aber mit Platz 9 leben.
 
Kilde
Noch sind wir mit der Sache nicht durch. Aleksander Aamodt Kilde schiebt sich in den Hang. Der Dritte von 2019 greift die Führung im Gesamtweltcup an. Entsprechend forsch legt der Norweger los, liegt oben grandiose vier Zehntel vorn. Dann jedoch übertreibt es Kilde, was eine halbe Sekunde kostet. Noch ist alles drin. Nein ganz unten passt es nicht, dort büßt der Skandinavier noch deutlich ein. Rang 6!
 
Bailet
Auch Matthieu Bailet ist bei der ersten Zwischenzeit voll dabei, muss dann aber die Ski kurz querstellen. Das wirft den Franzosen entscheidend zurück. Thomas Dreßen wird Dritter bleiben, denn Baillet schafft es nicht einmal in die Top 10.
 
Kriechmayr
So, jetzt legt der Vorjahrssieger los. Vincent Kriechmayr liegt an der ersten Zeitnahme vorn. Der Sprung an der Minschkante geht weit. Das wirkt sich im Anschluss in Canadian Corner aus. Dort geht prompt Schwung verloren. Mit einem Schlag ist eine Dreiviertelsekunde weg. Das wird sich nicht mehr korrigieren lassen. Am Ende liegt der Oberösterreicher fast eine Sekunde hinten - nur Siebter!
 
Muzaton
Mit Maxence Muzaton greift der erste Franzose ein. Der 29-Jährige trifft die Linie oben schon nicht optimal, gerät zu weit nach unten. So geht ihm Geschwindigkeit verloren. Und in diesem Fall wirkt sich das auch auf die Zeiten aus. Muzaton gehen anderthalb Sekunden verloren.
 
Mayer
Dann ist der gestrige Kombi-Sieger an der Reihe. Und Matthias Mayer stand in Wengen auch schon in der Abfahrt auf dem Stockerl (2018). Ausgangs des Kernen-S passt die Geschwindigkeit. Das allein aber ist nicht entscheidend. Knapp drei Zehntel fährt der Kärntner hinter der Musik hinterher. Am vorletzten Sprung passt die Position nicht. So liegt Mayer am Ende knapp vier Zehntel zurück und verpasst heute das Podium.
 
Striedinger
Jetzt wollen die Österreicher zurückschlagen. Und Otmar Striedinger ist oben voll dabei. Danach allerdings trifft der 28-Jährige die Linie nicht optimal. Das haben andere viel besser erwischt. So fällt der Kärntner aussichtslos zurück. Anderthalb Sekunden fehlen im Ziel.
Feuz
Im Anschluss fordert Beat Feuz den Jubel des Publikums heraus. Der Sieger von 2012 und 2018 springt weit, bekommt dennoch keine Landungsprobleme. Viel Tempo bringen zwischenzeitlich vier Zehntel Guthaben. Und Feuz transportiert das nach unten. Die tobenden Fans feiern die neue Bestzeit.
 
Nyman
Es deutet sich eine enge Kiste an, wobei Steven Nyman nicht ganz mitmischen kann. Wenn im Mittelteil bereits eine halbe Sekunde fehlt, wird es ganz schwer. Und bei dem US-Boy kommt noch mehr hinzu. Rang 5!
Paris
Nun sollten wir erfahren, was die Bestzeit von Dreßen wert ist. Dominik Paris geht volles Risiko. Das bringt den Italiener ins Geschäft. Im unteren Streckenteil wählt Paris eine noch engere Linie und ist im Ziel um den Hauch von zwei Hundertstel vorn.
 
Ganong
Einen wilden Ritt zeigt Travis Ganong. Gerade in den Sprüngen hat der US-Amerikaner keine wirklich optimale Position. Der 31-Jährige tut sein Bestes, kann aber nicht verhindern, dass sich anderthalb Sekunden Rückstand ansammeln.
Dreßen
Anschließend stößt sich Thomas Dreßen oben ab. Der DSV-Athlet hat viel Tempo, springt schon oben sehr weit. Dann scheint der Ski zu laufen. Um wenige Hundertstel ist Dreßen an Caviezel dran. Es bahnt sich ein ganz enges Rennen an. Kurz vor dem Ziel wählt Dreßen eine kürzere Linie. So holt er noch zwei Zehntel raus, ist bei Zieldurchfahrt elf Hundertstel vorn. Bestzeit!
 
Thomsen
Für Kanada schiebt sich Benjamin Thomsen in den Hang. An der Minschkante hat der 32-Jährige beim Sprung die Richtung nicht ganz. Auch in der Folge geht es nicht vorwärts. Thomsen wirkt etwas gehemmt, da fehlt der letzte Wille, sich zu überwinden. So sammeln sich ohne groben Fehler mehr als anderthalb Sekunden Defizit an.
Caviezel
Nun fiebern die Schweizer mit ihrem ersten Landsmann. Die Massen toben, als Mauro Caviezel an der Minschkante die Zwischenbestzeit setzt. Und der 31-Jährige baut den Vorsprung kontinuierlich aus. Mehr als vier Zehntel sind es am Ende - die Führung!
 
Franz
Als erster Österreicher macht sich Max Franz auf den Weg. Ausgangs des Kernen-S muss der Kärntner den Ski sehr hart setzen. Das kostet an diesem neuralgischen Punkt Schwung - und nun folgt ein Flachstück. Kurz vor dem Ziel unterläuft Franz ein weiterer Fehler. Ein völlig verkorkster Lauf und großer Rückstand!
Bennett
Es ist angerichtet. Die fleißigen Helfer haben tolle Arbeit geleistet, den Neuschnee aus der Piste befördert, damit nun zumindest die verkürzte Abfahrt beim 90. Internationalen Lauberhornrennen beginnen kann. Bryce Bennett fährt los. Zunächst bewältigt der US-Amerikaner das ohne große Probleme, was eventuell an den vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten liegt. Wir müssen also abwarten, was die Zeit von Bennett wert ist.
 
Wetter
Nicht zu glauben! Niederschläge über Nacht - und nun zeigt sich das Wetter im Berner Oberland von der allerbesten Seite. 30 Zentimeter Neuschnee, leichter Frost, blauer Himmel, Sonnenschein - für den gewöhnlichen Skitouristen gibt es einfach nichts Besseres. Ein Traum!
 
Favoriten
Einige Namen wurden bereits genannt - also Vorjahrssieger Kriechmayr, Mayer mit dem Rückenwind von gestern, der letztjährige Zweite Feuz, Dreßen. Ferner müssen wir Dominik Paris auf der Rechnung haben, der seine dritte Abfahrt in Folge gewinnen könnte. Dann wäre da noch Aleksander Aamodt Kilde, der Dritte von 2019. Und mal sehen, ob der Tag noch die eine oder andere Überraschung bereithält.
 
Swiss-Ski
Für die Gastgeber wollen sich acht Athleten dem Wettkampf stellen. Nach Mauro Caviezel (Startnummer 3) hoffen die Eidgenossen insbesondere auf Beat Feuz, Gewinner von Beaver Creek sowie Wengen-Sieger 2012 und 2018. Auch Carlo Janka (16) hat am Lauberhorn bereits triumphiert (2010). Niels Hintermann gewann an dieser Stelle 2017 sensationell die Kombination. Darüber hinaus erleben wir unter anderem noch Gilles Roulin, im vergangenen Jahr Zehnter.
 
ÖSV
Der ÖSV schickt mit Vincent Kriechmayr (Startnummer 13) den Titelverteidiger ins Rennen. Zuvor sind noch Max Franz (2), Otmar Striedinger (10) und der gestrige Sieger der Kombination Matthias Mayer (11) an der Reihe. Komplettiert wird das rot-weiß-rote Aufgebot durch Daniel Danklmaier (24), Christian Walder (25), Johannes Kröll (39) sowie Stefan Babinsky (55), der seine erste Spezialabfahrt im Rahmen des Weltcups bestreitet.
 
DSV
Blicken wir auf das 60-köpfige Starterfeld. In diesem finden sich sechs Deutsche - allen voran Thomas Dreßen (Startnummer 5), der Sieger von Lake Louise. Zweiter im Bunde ist Josef Ferstl (18). Dazu gesellen sich Dominik Schwaiger (29), Andreas Sander (31), der zuletzt erkältete Romed Baumann (33) und Manuel Schmid (38).
 
Neuschnee
Auf der verbleibenden Wettkampfstrecke arbeiten fleißige Helfer intensiv, um den Neuschnee aus der Piste zu bekommen. Damit haben die Rutschkommandos schon alle Hände voll zu tun. Um also einen pünktlichen Beginn des Rennens zu gewährleisten, war die Verkürzung unumgänglich. So ist das, wenn es beim Wintersport zu viel Schnee gibt. Paradox!
 
Verkürzung
Allerdings müssen wir umgehend Wasser in den Wein gießen, denn in den vollen Genuss der unglaublichen 4.270 Meter kommen wir heute leider nicht. Schneefälle in der Nacht machten eine Verkürzung der Abfahrt notwendig. Los geht es vom Reservestart, wo gestern bereits die Kombinationsabfahrt ihren Anfang nahm. Dadurch reduziert sich die Streckenlänge auf 2.950 Meter. Statt 1.028 Höhenmeter verbleiben uns 738. Von den ursprünglich 46 Toren, die Hannes Trinkl gesteckt hat, müssen nun nur noch 32 gefahren werden.
 
Wengen
Einer der absoluten Klassiker des alpinen Skisports steht heute auf dem Plan - die Lauberhornabfahrt in Wengen. Angesichts der faszinierenden Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau bietet sich kaum ein schönerer Ort, um solch ein legendäres Rennen auszutragen.
 
Willkommen
Herzlich willkommen in Wengen zur Abfahrt der Herren.